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Circle of life

  • Writer: Anna
    Anna
  • May 31, 2020
  • 3 min read

Schlafe ruhig und in Frieden, mein geliebter Atheno.

Es hätte noch längst nicht deine Zeit sein sollen, doch leider bist auch du jetzt da oben.

Ich hoffe, es geht dir da, wo du jetzt bist gut und du kannst mit anderen Geparden um die Wette rennen und niemand kann dir mehr wehtun.

Und vor allem hoffe ich, dass es dort jemanden gibt, der dir ab und zu auch mal einen Lolli gibt und mit dir kuschelt.

Das ist ein sehr trauriger Einstieg in einen Blogeintrag, doch es war mir wichtig, diese Worte loszuwerden, denn der Verlust von Atheno, unter diesen Umständen, hat mich ziemlich mitgenommen und mich so einige Liter an Tränen gekostet.

Doch kommen wir zu einer erfreulichen Nachricht:

Sina, Hannah, Tizi, Ansi und ich haben ein Rückflugdatum! Am 10.7 bin ich, wenn alles gut läuft, wieder im Lande.

Bis dahin ist mein Knie hoffentlich wieder ein wenig besser, denn ich war letzte Woche beim Arzt, welcher festgestellt hat, dass mein Meniskus beschädigt ist.

Voller Enthusiasmus habe ich mich daraufhin gleich nochmals auf die Klappe gelegt.

Natürlich wieder schön auf die Innenseite des eh schon kaputten Knies, das rechte Knie ist wieder offen und hat geblutet wie ein Wasserfall und meine Hüfte ist blau.

Auf mein Talent hin hat unsere Farmchefin gemeint, ich soll doch bitte eine Schubkarre anmalen, mit einem Roten Kreuz darauf und meinem Namen und sie vor der Klinik parken, einfach um mich hier zu verewigen.

Und wenn alles klappt, seht ihr mich nächste Woche Donnerstag um 11:30 nochmal auf Facebook im Live-stream...

Apropos Arzt...

Erinnert ihr euch noch, wie ich das letzte Mal von der Kompetenz afrikanischer Ärzte berichtet habe? Dies galt für diesen.

Ich revidiere meine Aussage für den Arzt, den ich letzte Woche besucht habe.

Ich nahm vor ihm Platz und er fragte was los sei.

Ich schilderte ihm die Situation mit meinem Knie, er drehte mein Knie nach links und rechts, beugte und streckte es, fragte ob es weh tut.

Dann sollte ich mich auf den Bauch legen. Gleiches Prozedere nochmals.

Ich solle zum Röntgen gegenüber gehen.

Dass man dort nur Bar zahlen konnte, hat mir vorher keiner gesagt, also stand ich bei der Radiologie und musste vor dem Röntgen 40 Dollar zahlen. Ich hatte natürlich kein Bargeld dabei. Im Busch brauche ich sowas schließlich nicht.

Also meinte sie, soll ich meinen Fahrer bitten, mir etwas vorbeizubringen.

Hatte ich eine namibische Simkarte? Selbstverständlich nicht.

Sie röntgte mich also, sendete das Bild zum Doktor, ich sagte der Rezeption Bescheid, meinen Fahrer irgendwie anzurufen und ging zum Doktor.

Eine Dame mit kurzen weißen Haaren kam mit einer Orthese in das Zimmer und versuchte sie mir anzulegen.

Es sah nicht nur völlig falsch aus, sondern fühlte sich auch so an.

“Is it okay like this?”

“It feels wrong and it hurts. Should it be like this?”

“Wait.”

Sie zuppelte weiter daran herum, ließ es dann aber doch bleiben und meinte, wir warten doch lieber auf den Arzt.

Er kam herein, meinte das Ding wäre falsch rum.

Gott sei Dank trug ich einen Mundschutz, der mein Lachen verbarg, und er setzte mir die Orthese richtig an.

Er teilte mir mit, mein Meniskus sei beschädigt, was genau, konnte er mir nicht sagen. Ich meine, könnte ich wahrscheinlich auch nicht, wenn ich nur ein Röntgenbild mache?

Aber nun gut. Er verschrieb mir Schmerztabletten, meinte ich soll mich ausruhen und wenn es nicht besser wird, sollte es operiert werden, aber dass soll ich besser in Deutschland machen. Das denke ich auch, gab ich ihm als Antwort und verschwand aus dem Arztzimmer.




Die Arbeit wird leider immer und immer mehr, da uns heute eineinhalb Volontäre verlassen haben, daher ist nicht viel mit ausruhen.

Sybille und ihr Sohn haben es gewagt und haben sich ein Auto mit Zeltdach gemietet und fahren jetzt durch Namibia. Ihre weiteren Pläne wurden leider aufgrund von Corona gecancelt, weshalb sie hier im Land feststecken.

Die beiden werden hier definitiv fehlen, auch wenn ich das, gerade am Anfang, niemals gedacht hätte, aber diese Zeit hat uns alle so sehr zusammengeschweißt.




 
 
 

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