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Last day in Cape Town

  • Writer: Anna
    Anna
  • Sep 20, 2019
  • 5 min read

Updated: Sep 21, 2019

Ich kann es immer noch nicht so ganz glauben, dass ich wirklich hier bin und heute tatsächlich schon mein letzter Tag der orientation week war.. morgen früh heißt es dann also wieder Koffer packen und in mein erstes Projekt nach Durbanville.


Nach dem etwas holprigen Start hier am ersten Tag wurde es von Tag zu Tag einfach immer besser. (und das Wetter schlechter ;))

Als mich am Dienstag morgen der Liebe Gerrit erstmal im Hostel besucht hat, über Südafrika und Kapstadt im Allgemeinen aufgeklärt hat und dann auch schon schnell mit mir los wollte, war ich etwas überrascht, als wir den Berg immer weiter hochfuhren.. lag die Waterfront nicht am Wasser oder wurde ich da gestern auch hochgenommen??

Wir standen nun also vor 2 Kanonen die geladen wurden, er meinte ich soll versuchen 1! Foto zu machen.

Es wurde runtergezählt, 10...9...8...7...6...5...ein Schäferhund lief los, 3...2...1 mir fiel mein Handy fast aus der Hand, da es so unfassbar laut war. Gerrit lachte laut los. „Welcome to Cape Town!“ Das meine Damen und Herren war also die Noon Gun. Ich brauchte erstmal eine gute Viertelstunde Beruhigungszeit, da mein Herz noch immer so schnell schlug, also genossen wir den Panoramablick über Kapstadt bevor wir zur Waterfront fuhren, wo er mir die besten Spots zeigte.

Anschließend setzte ich mich bei fantastischer live Musik und einem Kaffee in die Sonne und ließ die Gesamtsituation nochmals auf mich wirken, bis ich mich auf den Weg machte und wieder die Long Str. gen Hostel lang lief.

Dort traf ich dann John mit seinem Schwiegersohn Curt an, die mich direkt in einen Jam involvierten, welcher aus Trommeln und Gesang bestand.

Als dann später noch eine deutsche Freiwillige ankam, die die Nacht in meinem Zimmer schlief und ich mich mit ihr unterhielt, stellte sich raus, dass ich die Long Str. doch hätte meiden sollen, da wir dort auf keinen Fall alleine langgehen sollen. Naja, ist ja bis jetzt noch alles gut gegangen.


Mittwoch saß ich beim Frühstück und als Stephanie mich dann, 40 Minuten vor der Zeit, darauf hinwies, dass Gerrit da sei, meinte ich nur, dass ich dachte, wir Deutschen seien pünktlich. Sie meinte dann, dass sie sich das von uns angewöhnt haben.

Na toll, also doch nichts mit entspannter werden 🤦🏻‍♀️.

Ich hetzte mich also ab, zog mir meinen Kaffee hinter die Binde, stand pünktlich um 8:30 auf der Matte, um mir sagen zu lassen, wir fahren in 15 Minuten los. Danke Gerrit.

Also stand heute die half-day-city-tour auf dem Plan, wo wir uns zuerst den Companys Garden vornahmen. Als dort dann plötzlich ein Eichhörnchen vor mir stand, ich mich bückte und es mir auf die Hand krabbelte, war ich sichtlich überrascht. Da sie dort gefüttert werden, ist das anscheinend normal, lockt aber auch die riesen Ratten an, die genauso zahm waren. Nicht ganz so geil.

Anschließend liefen wir Richtung Green Market Square, überquerten eine Straße und Gerrit fragte mich, ob ich hier auf dieser Seite irgendetwas deutsches sehen würde. Nach locker 3 Minuten verwirrtem Umherblicken, haute er den Satz :“Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.“ raus.

Meine Skepsis fiel schnell ab, als ich ein ganzes Stück Berliner Mauer mitten in den Straßen Kapstadts sah, was damals ein Geschenk der Deutschen an Mandela war.

Um den Tag abzurunden durfte natürlich ein guter Kaffee nicht fehlen, und wo konnte man den am besten trinken als in dem, laut Gerrit besten Kaffees der Welt, dem „truth experience“. Tatsächlich war der Kaffee sehr gut, aber was mich weitaus mehr gefesselt hat, war die Einrichtung, die komplett im Vintage/Retro Look gehalten war, und selbst die Kellner daran angepasst waren.

Anschließend entschied ich mich wieder für einen spontanen Fußmarsch, geleitet durch Google Maps, der mich durch den Companys Garden führte und heile Nachhause brachte.

Abends kochte die liebe Stephanie Spaghetti Bolognese für uns, für mich natürlich in abgespeckter Form, und es gab sogar einen Rotwein für mich.

Da gab es fast nichts, was meinen Abend noch hätte besser machen können, außer die tolle Gesellschaft, aus so vielen verschiedenen Nationalitäten.


Donnerstag hieß es dann erstmal gemütlich Brunchen in einem veganen Restaurant, bei fantastischen 28 Grad.

Ich lief nur die Straße hoch und mir der Schweiß dank der hohen Luftfeuchtigkeit runter.

Als ich dann auf meinen Fahrer wartete, der um 12:45 am Hostel sein sollte, es mittlerweile aber schon 13:20 war und ich langsam etwas ungeduldig, fragte ich Katrin, die deutsche Hostelbesitzerin, ob das denn normal sei, sie meinte eigentlich nicht, und klärte das ganze ab, sodass ich knapp eine ganze Stunde später abgeholt wurde als abgemacht. Zudem von wem komplett anders. Aber es hat alles geklappt und Ian war super klasse!

Als ich in den Kleinbus einstieg, saß dort bereits ein deutscher Professor, und anschließend sammelten wir ein amerikanisches Ehepaar, mit dem Redefluss eines Wasserfalls und der Empathie eines Flugzeugträgers, ein.

Das Township von Langa, welches wir als zweites und auch am intensivsten, ich will jetzt nicht besichtigt sagen, weil das ist finde ich nicht das passende Wort dafür, aber ein anderes fällt mir jetzt spontan dafür auch nicht ein, war auch das, was mich am meisten gecatcht hat.

Zuerst große Gebäude, die der Staat dem Township geschenkt hat, dann Sheds, also Blechhütten, abgebrannte Baracken und Kinder, die sich aus Tetrapacks Spielzeug basteln, aber alle sind glücklich. Heute habe ich mich mit Stephanies Sohn und Nick viel über die Umstände der Leute in den Townships unterhalten, und für die Leute die dort leben ist es keine Schande. Viele haben einen Job in der Stadt und sparen dadurch und leisten sich dadurch andere Sachen.

Der Besuch an der Primary School in Langa, wobei alle Schulen in den Townships staatlich gefördert sind, war wirklich wunderbar.

Zu sehen wieviel Freude es den Kindern bringt, wenn sie deine Hand nehmen, mit dir tanzen und singen und dich danach umarmen, erfüllt einen einfach nur mit Glück.

Doch eine Sache über Kapstadt müsst ihr wissen...auch wenn es morgens noch so warm ist, nehmt euch eine Jacke mit! Ihr könnt an einem Tag alle 4 Jahreszeiten erleben. Und so stand ich da nämlich, nur im Top, bei Sturm, und dachte mir fallen die Schultern ab.


Heute war also mein letzter Tag, der schon um 8 Uhr morgens bei Nieselregen anfing.

Gut, ich habe draus gelernt, das Wetter kann sich stets ändern, also Zwiebellook!

T-shirt, Sweatshirtjacke, Jeansjacke, Schal und Sonnenbrille.👌

Tja, die Sonnenbrille brauchte ich dann leider doch nicht, aber, sicher ist sicher.

Wir fuhren also los und hatten heute das Touri Programm all-inclusive vor uns.

Vom Maiden‘s Cove über den Hout Bay Beach, Cape Point, Cape of good hope, Simon‘s Town, Muizenberg und den Kirstenbosch Botanical Garden war alles dabei, inclusive Muskelkater vermutlich.

Aber wer hat ein Zebra und viele viele Pinguine gesehen? Richtig! Ich!

Vom Kudu, Pavian und Strauß mal ganz abgesehen. Dafür hat es sich definitiv gelohnt im Wind rumturnen und mich im Regenwald des Botanischen Gartens zu verlaufen.

Zu guter letzt gab es den perfekten Abschluss meiner Woche hier in Kapstadt mit einem Braai.

Dafür hat Stephanie wieder alle Hostelgäste eingeladen, ihren Sohn und einen Freund und extra für mich sämtliche Sorten an Gemüse und einen Gouda!!!

Ich lernte heute ganz neue Sachen kennen, oder habt ihr schon mal Gouda auf den Grill gelegt? 🧐

Nach diesem langen Tag und super Gesprächen bin ich wirklich geschafft und irgendwie auch noch garnicht aufgeregt auf morgen.. vielleicht kommt das ja noch.


Da ich irgendwie immer noch keine genaue Zeit oder Info habe, wann ich morgen abgeholt werde, werde ich früh genug aufstehen, um hier niemanden zu verpassen.

So langsam kommt an den ein oder anderen Stellen der Planung dann doch die afrikanische Gelassenheit durch. 😋


Ich werde die Leute hier auf jeden Fall sehr vermissen und definitiv versuchen während meiner Zeit in Durbanville nochmal zu besuchen!







 
 
 

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