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Linksverkehr? - I defeated you!

  • Writer: Anna
    Anna
  • Oct 18, 2019
  • 3 min read

Die letzten Tage haben mich ganz schön umgehauen.

3 Nachtschichten infolge. 3 Tage ohne Schlaf. Das Ganze fand mein Körper nicht so witzig und ich bin nach der zweiten Nachtschicht schon an meine Grenzen gestoßen. Was mich gewundert hat, denn ich hatte ja schon mehrfach 2 Nachtschichten hintereinander, und auch schon einmal 3..


Morgens wollte einer der Kleinen nicht aufstehen, sich nicht anziehen, klaute meine Sachen und beleidigte mich auf Afrikaans, parallel dazu wollten die Anderen natürlich auch Hilfe beim Betten machen, duschen, anziehen oder wollten einfach nur betüddelt werden. Der Kleine diskutierte immer weiter mit mir und ich merkte wie alles um mich rum verschwomm, ich musste raus aus dem Zimmer und fing einfach nur an zu weinen, weil ich viel zu kaputt für alles war.

Ich ging zu den Mädchen rüber und wollte da helfen, dort nahmen mich alle in den Arm und zum Glück konnte ich ein paar Minuten später schon los zum Bus und die erste Route mitfahren.

Die zweite Route besserte meine Laune deutlich auf, da eine der Kleinsten mich mit ihren großen Augen ansah, als ich sie zum Bus abholen wollte, und mich fragte, warum ich heute morgen geweint habe.

Als ich ihr erzählt habe, dass einer der Jungs gemein gewesen ist, meine sie nur: “Don’t worry, i love you. You’re my favorite volunteer.” und drücke much ganz fest, nahm meine Hand und ging mit mir zum Bus.

Die ganze Busfahrt saß sie dann auf meinem Schoß, lehnte sich mit ihrem Kopf an meiner Brust an, malte erst mit dem finger in meiner Samthose und verschränkte dann ihre beiden winzigen Hände in meinen und hielt sie ganz fest.

Als wir an ihrem Kindergarten ankamen, wollte sie, dass ich sie trage und wollte garnicht mehr von meinem Arm runter. Die Erzieherin erzählte mir, dass sie sie noch nie so erlebt hat, und sie sonst die erste ist, die reinrennt.

Dabei vergaß ich dann den nicht so tollen Morgen voller Stress.

Nur leider verließ mich meine Kraft auch am Nachmittag und ich kippte beim Abwaschen fast um.

Die letzte Nachtschicht überlebte ich trotzdem und hatte gestern dann den ganzen Tag mit Magenproblemen und Übelkeit zu kämpfen. Da wir in unserer WG gerade einen mit Magendarm flachliegen haben, hoffte ich einfach nur, dass es am Schlafmangel liegt. Und heute geht es zum Glück schon ein wenig besser.

Also Daumen drücken ✊🏼.


Bis Sonntag habe ich jetzt noch frei, und dann heißt es wieder: 3 night shifts in a row.

Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels, denn am Dienstag habe ich meinen Drivers Test bestanden, heißt: ich darf jetzt Kinder und Donations fahren und ab dem 1.11 gibt es einen neuen Shift Plan.

Also vermutlich keine Nachtschichten mehr, sondern nur Fahren und Tagschichten.


Meine letzte und hoffentlich nicht einzige Tagschicht hatte ich am Sonntag und es war wirklich super schön.

Total klischeehaft haben wir das Essen rausgetragen und die Kinder haben draußen auf dem Boden gegessen, ein paar haben den Älteren die Haare geflochten und anschließend haben wir uns vor der starken Sonne in den Schatten geflüchtet und mit den Kindern gespielt.

Später hieß es dann Kinderwaschen. Irgendwie habe ich mir das weniger radikal vorgestellt. Alle stellten sich nackt in die Dusche, bekamen Shampoo auf den Kopf, und wuschen sich. Sah sehr nach Gefängnis aus. (Aber das tut es hier sowieso alles.)

Aber was ich nach der Aktion gelernt habe ist:

- Kinder sind grausam zueinander

- Anscheinend finden sie es super interessant, sich gegenseitig den Hintern zu schauen

-> das stinkt.

-> Kinder sind eklig

- Müde Kinder hören schlecht


Aber jetzt zu den positiven Dingen!

Wir haben endlich ein Auto und ich habe es tatsächlich hinbekommen, trotz meiner anfänglichen Startschwierigkeiten hier mit dem Linksverkehr, sicher zu fahren. 🥳

Seitdem waren wir beim Camps Bay und haben die Sonne genossen, und surprise!!! Es gibt Ebbe und Flut. Ob wir daran gedacht haben, als wir da zu viert am Strand lagen und uns gesonnt haben? Natürlich nicht 🤦🏻‍♀️.


Morgen ist dann der culture day, wo wir auch mal die Eltern von den Kindern kennenlernen, die noch eine Familie haben.

Dafür haben wir heute gebacken und eine Deutschlandflagge gemalt.

Ich bin super gespannt, wie die Eltern so drauf sind, vielleicht erklärt das so einiges...










 
 
 

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