Night shift, yeah
- Anna

- Sep 25, 2019
- 2 min read
Updated: Apr 6, 2020
Ich sitze hier in meiner zweiten night shift und versuche krampfhaft nicht einzuschlafen.
Irgendwie hatte ich mir das ganze ein wenig anders vorgestellt, zwar beginnt die Nachtschicht schon um 19 Uhr, aber da sind die Kinder bereits schon dabei einen Film zu schauen oder die kleinen schon fast im Bett.
Dazu kommt, dass gerade Ferienzeit ist und alles sowieso komplett Kopf steht, die Kinder Pyjamaparties machen dürfen, die Häuser aufgrund der wenigen Kinder zusammengelegt wurden etc.
So eine 12 Stunden Schicht zerrt schon ganz schon an den Kräften, vor allem, wenn man durchgängig beobachtet wird, und nichts falsch machen will, auch wenn man dann mal kurz einnickt.
Ich hoffe wirklich, dass ich mehr Tagsüber eingeteilt werde, denn das ist ja eigentlich das, wofür ich hergekommen bin.
Nur hier zu sitzen, und das obwohl hier auch noch die sogenannten Tanny’s (Afrikaans für Tanten) rumschwirren, gibt einem nicht das Gefühl, den Kindern wirklich viel zu geben, obwohl schon erstaunlich viele meinen Namen kennen, die ich noch nie gesehen habe.
Anscheinend spricht sich das erstaunlich schnell herum, wenn hier ein neuer Volunteer ankommt.
Besonders die Kleinen habe ich schon dolle in mein Herz geschlossen, bei denen ich direkt den ersten Tag zum Spielen vorbeigeschaut habe und gestern meine Nacht verbracht habe. Ein paar wollten mich garnicht gehen lassen.
Und glatt hing mir eine am linken Bein, auf dem Arm und an der Hand.
Schon irgendwie herzzerreißend sie dann einfach so stehen zu lassen..
Die Großen hingegen heute haben allerdings ganz andere Herausforderungen mit sich gebracht, da der Fokus bei Ihnen darauf lag, dass die sich gegenseitig nicht schlugen, sie nicht weglaufen durften und sie sonst generell sehr schwierig waren.
Zum Glück sind sie bis jetzt recht handzahm gewesen und haben sich jetzt nach zwei Filmen und jeder Menge Süßigkeiten und Lärm schlafen gelegt.
Gerade eben bin ich aus meiner Pause zurückgekommen, die auch ein kleines Abenteuer für sich war, denn zunächst einmal war der Schlüssel nicht für unsere Tür gemacht, sodass wir hier mehr oder weniger eingesperrt waren und einer der Social worker mich durch den Hinterausgang rauslassen musste und ich dann auch noch, da das Tor zu unsrem Haus zu war, über eine Mauer klettern musste.
Jetzt sitze ich hier wieder und muss die Zeit bis 7 irgendwie totschlagen..
Ab morgen habe ich dann aber erstmal frei und dann heißt es ein bisschen die Gegend erkunden, zum Strand gehen, tagsüber mal mit den Kinder spielen und am Freitag Abend nach Kapstadt an die Waterfront!




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