top of page
Search

Stuck in Namibia

  • Writer: Anna
    Anna
  • Mar 23, 2020
  • 3 min read

Updated: Apr 12, 2020

Und da waren es nur noch acht.

Innerhalb von einer Woche hat sich unsere Gruppe hier um 22 Volontäre reduziert, alle versuchten wie verrückt irgendwie noch einen Flug nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz zu bekommen.

Nur ein kleiner Teil kam einigermaßen problemlos an, der Rest strandete in den verschiedensten Ländern, musste durch die ausgefallensten Sicherheitschecks und Gesundheitskontrollen, konnte nicht aus Namibia ausreisen oder wurde garnicht erst in sein eigenes Land reingelassen und musste dann per Fußtaxi die Grenze passieren.

Auf viele wartete Zuhause dann kein schönes Empfangskomitee, sondern 14 Tage Heimquarantäne.

Ich vermeide solche unangenehmen Reisestorys unfreiwillig, in dem ich noch immer ohne Visum (was sich jetzt zum Glück in den letzten Schritten befindet, nachdem es abgelehnt wurde, wovon ich natürlich nicht in Kenntnis gesetzt wurde!) und mit gecancelten Flügen, hier, mitten im Busch, fern ab von dem ganzen Corona Wahnsinn, festsitze.

Vermutlich ist das wohl die beste Wahl, auch wenn ich momentan gerne meiner Familie beistehen würde, bin ich hier gut aufgehoben, habe liebevolle Menschen um mich rum. Leider sind auch zu viele gegangen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und die wir jetzt unbedingt gebraucht hätten, doch unsere Tiere sind froh um jeden einzelnen, der für sie da ist, und das merkt man auch.

Mittlerweile kann man nicht mal ungestört duschen gehen, ohne das von hinten ein Affe angerannt kommt, mit einem *klatsch* an deinem Bein kleben bleibt, und sich dann hocharbeitet, bis er in deinem Nacken sitzt und die Haare oder Ohren zum festhalten benutzt.

So läuft man dann zur Dusche, auf die Toilette, räumt auf, bringt den Müll weg, sogar wenn man das dicke Schwein Chucky füttern geht und hat immer jemanden, der einem wortwörtlich über die Schulter schaut.


Die ganzen letzten Tage war es schon merkwürdig...der Küchenstaff behandelte uns richtig gut, wir bekamen unser Frühstück in richtigen Porzellanschalen und Karaffen angerichtet und nicht einfach die Cornflakespackung, angelaufene Butter und Milch im Eimer hingestellt.

Gestern wurden wir sogar gefragt, was wir lieber zum Mittag hätten, ob Pie oder Pasta und zum Abend wurde uns sogar Lachs auf unser Sandwich gepackt und haltet euch fest, es gab Nachtisch!!!

Und nicht einfach so, sonder Cheesecake in GLASSCHALEN!

Doch Leute, das war nicht alles!

Heute Morgen, als wir zum Frühstück gegangen sind, hat mich der Barmann rangewunken um mir mitzuteilen, dass wir im Restaurant frühstücken.

Wir schauten uns alle nur erstaunt an.

Hier kann doch nur was faul sein.

Zwar durften wir nicht alles vom Buffet essen, wie z.B. Wurst und Käse, aber hey, immerhin!

Und dann kam das Meeting mit dem Chef.

Ich sah meiner Headcoordinatorin schon an, das es nicht so gut lief, denn der gesamte Staff hatte vorher ein Meeting mit ihm und seiner Frau.

Als er sich dann um 9 AM mit uns traf, teilte er uns die Neuerungen, aufgrund des Corona Wahnsinns, mit:

  • Wir gehören jetzt offiziell zum Staff und essen jetzt auch aus Tupperdosen

  • Die Elektrizität der enclosure wird nicht mehr jeden Tag gemessen, sondern nur noch einmal die Woche mit der AM-Tour zusammen

  • Fahrten auf der Farm werden auf das Minimum reduziert, um Sprit zu sparen

  • Der Staff darf seine Off-Days nicht mehr nehmen

  • Und zu guter letzt: bis Juni ist Harnas dicht.


Das heißt, wir 8 sitzen hier bis voraussichtlich Juni fest. Grund dafür: keiner soll rein oder rauskommen, damit wir hier Safe bleiben.


Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit Filmabenden, Schießtrainings, Pokern und natürlich unseren Tieren, und ich werde euch weiterhin auf dem laufenden halten.

Passt alle gut auf euch auf!



 
 
 

Comments


Post: Blog2_Post

©2019 by Hakuna Ma Blog. Proudly created with Wix.com

bottom of page