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The Lion King

  • Writer: Anna
    Anna
  • Oct 8, 2019
  • 2 min read

Updated: Oct 10, 2019

“Blue eyed sitting in the south. Suicide...”, sangen die Kinder heute morgen in dem Haus in dem ich Nachtschicht hatte, wieder und wieder. Einer der älteren Jungen lief zielstrebig den dunklen Gang um halb 6 hinunter, und als hätte man um diese Uhrzeit nichts besseres zu tun, traf seine rechte Faust das linke Auge des Außenseiters. Sofort schwoll es an und änderte seine Farbe in erst in grün, dann in violett. Natürlich fühlte er sich jetzt wie der King. Sein Gefolge stand mit offenem Mund da, als ich allen einen warnenden Blick zuwarf, verschwanden sie sofort in ihre Zimmer.

Ich hockte mich neben ihn, fragte ob er was bräuchte, aber nachdem er seinen leerem Blick löste, tat er so als wäre nichts gewesen. Und ich denke genau das ist das Problem. Er hat nichts getan und er ist anders als die anderen. Als einziger weißer Junge dort in dem Haus, wird er von allen getriezt, und wir Volontäre dürfen nichts tun, wenn es zu Auseinandersetzungen zwischen Kindern kommt.

Zu sehen wie Kinder leiden und nichts tun zu können, ist ziemlich hart.

Zudem wurde unsere Nachtschicht jetzt von 19-7 auf 21-9 verlegt, sodass wir die Kinder jetzt morgens immer mit zur Schule oder in den Kindergarten fahren dürfen. Prinzipiell garnicht so verkehrt, denn man kann Abends länger was unternehmen, die Kids schlafen schon, wenn man in die Häuser kommt und man hat morgens noch Kontakt zu den Kindern.

Contra: Nachdem man die Busfahrt hinter sich hat, kann man halt auch nicht mehr schlafen, also ist der Biorhythmus komplett im Eimer. Wuhu.

Aber jetzt mal zu etwas Positivem!

Letzten Freitag haben 3 Mädels aus unserer Backkitchen und ich und ganz spontan dazu entschlossen, den Lion‘s Head hochzuwandern.

Dabei dachten wir eher so an Typ Harz und behielten unsere Jeans und normale Schuhe an.

Schon beim Eintreffen unten am Startpunkt fühlten wir uns etwas unwohl und fehl am Platz, da alle komplett ausgerüstet in voller Sportmontur aufliefen. Aber es blieb uns nichts anderes übrig und wir stiefelten los.

Schon nach der ersten Kurve schauten wir uns alle schnaufend an, da es immer steiler und bergiger wurde und der “Weg“ nach ein paar Minuten einfach nur noch zu Felsen wurde und unser gemütliches Wandern zu einem abenteuerlichen Bergsteigen.

Zum Glück erreichten wir heile den “Top of Lion‘s Head“, denn auf halber Strecke nahmen wir fälschlicherweise den falschen Pfad und standen ziemlich nah am Abgrund. Aber ging ja alles nochmal gut ;). Und für die Aussicht hat sich das Ganze definitiv gelohnt!

Next Adventure wird dann der Table Mountain sein!

Am Sonntag waren wir dann noch auf dem Bay Harbour Market, wo es neben Essen, Schmuck und Kleidung auch noch Kunst gab, und die Künstler sogar Vorort gezeichnet haben.

Ich hätte stundenlang zuschauen können und konnte mich bei all der Auswahl an Essen garnicht entscheiden.

Anschließend fuhren wir dann über Chapmans Peak und Blouberg Beach zur Warerterfront, wo ich mich eine verdammte halbe Stunde für Donuts anstellte, die angeblich soooo fantastisch sein sollten!

Dementsprechend war die Enttäuschung groß, als die Donuts nur “gut“ waren.

“Essen sollte einen nie enttäuschen“, wurde mir dann den Abend noch gesagt, und das stimmt definitiv!







 
 
 

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